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Vier Nächte Gemeinsamzeit Prag
59,90 € *
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Du sehnst Dich nach einer Kurzreise, bei der Du gemeinsam mit Deinem Lieblingsmenschen die Seele baumeln lassen und mal wieder richtig den Kopf frei bekommen kannst? Mit den 5 Tagen Urlaub von mydays könnt Ihr Euch genau diese Auszeit gönnen. Ihr allein entscheidet, wie Ihr die 4 Übernachtungen Eures Kurztrips verbringt. Entspannung und Erholung sind Euch dabei auf jeden Fall garantiert!/?utm_term=!!!linkid!!!

Anbieter: mydays DE
Stand: 29.05.2020
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Buch - Tote See
24,00 € *
zzgl. 3,95 € Versand

Jorge Amados "Tote See" ist eine melancholische Liebeserklärung an seine Heimat Brasilien und ein wahres Märchen vom Leben der Hafenbewohner von Bahia, die Tradition, Leid und Liebe an die tote See fesseln. Ein Meisterwerk der brasilianischen Literatur - endlich in neuer Übersetzung.Jorge Amado zählt zu den größten Klassikern Brasiliens. In seinem Roman "Tote See" erzählt er von den einfachen Menschen an den Kais von Bahia, seiner brasilianischen Heimat. Er fängt die überbordende Energie der multikulturellen Hafenstadt ein, deren Bewohner Lebemänner und Gauner, Prostituierte und Kanuschiffer und Segelflicker sind. Sie führen ein hartes aber intensives Leben - voller Lieder, Mythen, Leidenschaft und Liebe.Die Kanuschiffer von Bahia sterben jung, so ist es und so war es schon immer. Nur Livia, Bahias Schönste, kann sich nicht an die stürmischen Nächte am Strand gewöhnen, in denen sie bangend nach dem Valente Ausschau hält, dem Segelschiff, das ihren Guma sicher aus den dunklen Fluten tragen soll.Wenn die Nacht zu früh hereinbricht und der Wind mit voller Kraft über die See zieht, wird Iemanjá, die Herrin des Meeres, die schönste aller Frauen, einige Männer zu sich holen. Die Klagen der Witwen vermischen sich dann mit den Lustschreien der Frauen, denen die See ihre Männer zurückgeschickt hat.Ein Meisterwerk der brasilianischen Literatur über die Liebe, den Tod und das Meer.Amado, JorgeJorge Amado, am 10. August 1912 als Sohn eines Kakaoplantagenbesitzers im brasilianischen Bundesstaat Bahia geboren, wuchs in der Hafenstadt Ilhéus auf. Mit zwölf schrieb er erste Kurzgeschichten, mit 15 arbeitete er für eine Zeitung, mit 18 veröffentlichte er seinen ersten Roman. Er schrieb über 35 Bücher, wurde Kommunist, lebte im Exil in Buenos Aires, Prag und in Paris. Heimgekehrt, konnte er auf Bücher in 49 Sprachen und 55 Ländern zurückblicken, er wurde Mitglied der Akademie, Samba-Schulen wurden nach ihm benannt. Am 6. August 2001 starb er an einem Herzinfarkt, seine Asche wurde unter seinem Mangobaum verstreut.

Anbieter: yomonda
Stand: 29.05.2020
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Das Lied von Jaburek
17,00 € *
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Bevor er zum Chronisten der Weimarer Republik wurde, schrieb Egon Erwin Kisch mehrere Jahre lang für die Zeitung Bohemia - und kaum jemand kannte die Prager Gassen und Nächte so gut wie er.Mit dem Blick des Eingeweihten, der dem Neuling etwas erzählt, beschreibt er Szenen aus Spelunken rund um den Hradschin, in denen sich häufige Gäste der Polizei tummeln und die k. u. k- Soldaten kurz vor dem Ersten Weltkrieg ein Spottlied auf die Disziplin des Kanoniers Jaburek anstimmen. Den Jahrhundertspion Oberst Redl beobachtet Kisch bei der angeblichen Zahnbehandlung, und er erklärt, unter welchem Namen sich Lenin in Prag versteckte. Doch zur Nachtseite der Stadt und seiner Bewohner gehören auch Reportagen über das Asyl für Obdachlose, historische und neue Kriminalfälle sowie die Razzien, denen selbst Kisch nicht entgeht - hier zeigt sich der politisch engagierte Journalist.Die traurig- schönsten Streifzüge aber widmet Kisch denjenigen, die an den Rändern seiner Heimatstadt allzu leicht aus dem Blick geraten und sich jeden Tag aufs Neue mit Chuzpe und guten Verbindungen über Wasser halten - und sei 's nur, indem sie sich mit kleinen Tricks den Brückenkreuzer sparen.

Anbieter: buecher
Stand: 29.05.2020
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Das Lied von Jaburek
17,50 € *
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Bevor er zum Chronisten der Weimarer Republik wurde, schrieb Egon Erwin Kisch mehrere Jahre lang für die Zeitung Bohemia - und kaum jemand kannte die Prager Gassen und Nächte so gut wie er.Mit dem Blick des Eingeweihten, der dem Neuling etwas erzählt, beschreibt er Szenen aus Spelunken rund um den Hradschin, in denen sich häufige Gäste der Polizei tummeln und die k. u. k- Soldaten kurz vor dem Ersten Weltkrieg ein Spottlied auf die Disziplin des Kanoniers Jaburek anstimmen. Den Jahrhundertspion Oberst Redl beobachtet Kisch bei der angeblichen Zahnbehandlung, und er erklärt, unter welchem Namen sich Lenin in Prag versteckte. Doch zur Nachtseite der Stadt und seiner Bewohner gehören auch Reportagen über das Asyl für Obdachlose, historische und neue Kriminalfälle sowie die Razzien, denen selbst Kisch nicht entgeht - hier zeigt sich der politisch engagierte Journalist.Die traurig- schönsten Streifzüge aber widmet Kisch denjenigen, die an den Rändern seiner Heimatstadt allzu leicht aus dem Blick geraten und sich jeden Tag aufs Neue mit Chuzpe und guten Verbindungen über Wasser halten - und sei 's nur, indem sie sich mit kleinen Tricks den Brückenkreuzer sparen.

Anbieter: buecher
Stand: 29.05.2020
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Nationalstraße
15,00 € *
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Frieden ist nur eine Pause zwischen zwei KriegenVandam war einer von denen, die es losgetreten haben am 17. November 1989, als unten in der Prager Altstadt auf der Nationalstraße die samtene Revolution ins Rollen kam, die einige Wochen später das kommunistische Regime hinwegfegte. Damals war Vandam ein junger Polizist, ein Vorstadt-Held oben in der Plattenbausiedlung des neuen Prag, die dem Wald abgetrotzt mitten in rauer Natur liegt. Dort oben haben sie als kleine Jungs heimlich Krieg gespielt, dort hat Vandam nach seinem Vater gesucht, wenn der wieder einmal angedroht hatte, er würde sich erhängen, bis er am Ende doch übers Balkongeländer sprang.Fünfundzwanzig Jahre später wohnt Vandam immer noch in der Plattenbausiedlung seiner Kindheit. Längst ist er kein Held mehr, sondern ein Verlierer: Wegen Gewaltexzessen aus dem Polizeidienst entfernt, prügelt er sich als einsamer Schläger durch Tage und Nächte und hebt im Fußballstadion regelmäßig die rechte Hand zum Hitlergruß. "Ich bin ein Römer. Kein Nazi. Warum sollte man in Europa nicht mit dem römischen Gruß grüßen dürfen? Ich bin ein Europäer. Ihr etwa nicht? Heil dem Volk! Heil Europa! Neger raus. Zigos raus. Sozialschmarotzer raus. Schwuchteln raus. Böhmen den Tschechen."Gekonnt schlüpft Jaroslav Rudis in diesem brillanten Monolog in den Kopf und den Körper eines Schlägers: "Da wird mir das alles zu viel, meine Hand zuckt schon wieder, mein Herz pocht, ich spüre, wie sich alles in mir staut, wie es raus will, wie mein ganzer Körper kribbelt. Ich atme tief ein und aus, zum Schluss habe ich mich wieder." Rudis Buch gleicht einem Schlag in die Magengrube - und basiert auf einer realen Figur.

Anbieter: buecher
Stand: 29.05.2020
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Nationalstraße
15,50 € *
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Frieden ist nur eine Pause zwischen zwei KriegenVandam war einer von denen, die es losgetreten haben am 17. November 1989, als unten in der Prager Altstadt auf der Nationalstraße die samtene Revolution ins Rollen kam, die einige Wochen später das kommunistische Regime hinwegfegte. Damals war Vandam ein junger Polizist, ein Vorstadt-Held oben in der Plattenbausiedlung des neuen Prag, die dem Wald abgetrotzt mitten in rauer Natur liegt. Dort oben haben sie als kleine Jungs heimlich Krieg gespielt, dort hat Vandam nach seinem Vater gesucht, wenn der wieder einmal angedroht hatte, er würde sich erhängen, bis er am Ende doch übers Balkongeländer sprang.Fünfundzwanzig Jahre später wohnt Vandam immer noch in der Plattenbausiedlung seiner Kindheit. Längst ist er kein Held mehr, sondern ein Verlierer: Wegen Gewaltexzessen aus dem Polizeidienst entfernt, prügelt er sich als einsamer Schläger durch Tage und Nächte und hebt im Fußballstadion regelmäßig die rechte Hand zum Hitlergruß. "Ich bin ein Römer. Kein Nazi. Warum sollte man in Europa nicht mit dem römischen Gruß grüßen dürfen? Ich bin ein Europäer. Ihr etwa nicht? Heil dem Volk! Heil Europa! Neger raus. Zigos raus. Sozialschmarotzer raus. Schwuchteln raus. Böhmen den Tschechen."Gekonnt schlüpft Jaroslav Rudis in diesem brillanten Monolog in den Kopf und den Körper eines Schlägers: "Da wird mir das alles zu viel, meine Hand zuckt schon wieder, mein Herz pocht, ich spüre, wie sich alles in mir staut, wie es raus will, wie mein ganzer Körper kribbelt. Ich atme tief ein und aus, zum Schluss habe ich mich wieder." Rudis Buch gleicht einem Schlag in die Magengrube - und basiert auf einer realen Figur.

Anbieter: buecher
Stand: 29.05.2020
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Nullnummer
21,90 € *
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Korruption, Intrigen, Verschwörungstheorien: Umberto Eco porträtiert die "gute Gesellschaft" von heute in einem rasanten Kriminalroman - einfach brillant!Gefährliche Nullnummer Umberto Eco, Philosoph, Semiotikprofessor und renommierter Schriftsteller, legt mit 83 Jahren einen neuen Roman vor: "Nullnummer". Nach dem Welterfolg "Der Name der Rose", Romanen wie "Das Foucaultsche Pendel" oder "Der Friedhof von Prag" sowie zahlreichen Essays und philosophischen Exkursen katapultiert uns Eco mit "Nullnummer" ins Italien des Jahres 1992 zurück. Und hinein in eine ziemlich seltsame Zeitungsredaktion in Mailand. Chefredakteur Simei und die Hauptfigur des Buches, der nicht gerade erfolgsverwöhnte Übersetzer und "Schreiberling" Colonna, wissen als Einzige, dass die Zeitung immer nur Nullnummern produzieren und nie wirklich erscheinen soll. Eine Zeitung, die immer nur Nullnummern produziert. Warum? Warum? Nun, Geldgeber Commendatore Vimercate, ein Unternehmer, der diverse Hotels und Altersheime an der Adriaküste kontrolliert und über einige Promiblättchen und lokale TV-Sender verfügt, in denen entweder Verkaufsshows laufen oder "Nuditäten", verfolgt mit dieser Zeitung, "Domani" nennt sie sich, ganz schnöde Ziele, wie Simei unverblümt gegenüber Colonna erläutert: "Der Commendatore will in den feinen Salon der Finanzwelt, der Banken und vielleicht auch der großen Zeitungen. Die Eintrittskarte ist das Versprechen einer neuen Zeitung, die keine Scheu hat, die ganze Wahrheit zu sagen. Zwölf Nullnummern, jeden Monat eine [...] Wenn er einmal bewiesen hat, dass er den sogenannten feinen Salon in Schwierigkeiten zu bringen vermag, ist anzunehmen, dass dieser feine Salon ihn bittet, die Idee mit dieser Zeitung aufzugeben [...]" Süß verpackte Drohungen und Andeutungen über mögliche Enthüllungen sollen also diese sechs Redakteure produzieren. Manchmal auch weniger süß verpackt ... Mit im Team neben Colonna und Chefredakteur Simei sind Maia Fresia, Klatschreporterin mit ehrenwerten Zielen, Lucidi, von dem es heißt, er habe Kontakte zum Geheimdienst, Braggadocio, ein selbsternannter Enthüllungsjournalist, der sich am allerliebsten in Verschwörungstheorien stürzt, Cambria, der bisher seine Nächte als Polizeireporter in Notaufnahmen oder Kommissariaten verbracht hat, und Palatino, der bisher für Rätselmagazine gearbeitet hat. Fiktive Todesanzeigen, erfundene Horoskope und fingierte "Nachrichten" Einzig Simei und Colonna wissen, dass dies hier kein Training ist für ein irgendwann geplantes echtes Erscheinen von "Domani". Und Colonna hat auch noch eine andere Aufgabe: Er soll für Chefredakteur Simei ein Buch schreiben, ein Buch, welches das Gegenteil dessen besagt, was geschehen ist. In der Zeitung also die Erpressungen - Simei sagt dazu "Nachrichten" -, im Buch das Hohelied des unbestechlichen Chefredakteurs. Wie es dann weitergeht, liest sich streckenweise komisch und natürlich sehr unterhaltsam. Da werden Texte fiktiver Todesanzeigen hingebungsvoll in Szene gesetzt, Horoskope erfunden - die Leser sind ja schließlich dumm und suchen so etwas als Erstes - und Colonna unterrichtet die illustre Truppe im Einmaleins der Insinuation. "Eine Insinuation ist wirksam, wenn sie mit Fakten operiert, die an sich keinen Wert haben, aber unbestreitbar wahr sind." Die "Kunst" der Insinuation: Etwas verdächtig darstellen, das nicht verdächtig ist Konkret sieht das z. B. so aus: Simei will, dass aus einer alten Meldung vom Februar - mittlerweile ist Mai - ein dort erwähnter Untersuchungsrichter insinuiert wird. Der Richter ermittelt wegen der Führung einiger Altersheime. Da auch der "Domani"-Geldgeber Altersheime besitzt, kann es nicht schaden, Material über den Untersuchungsrichter zu sammeln. Palatino wird mit diesen Worten losgeschickt: "Verfolgen Sie diesen ach so integren Staatsdiener, niemand ist jemals hundertprozentig integer, womöglich ist er ein Päderast oder hat seine Großmutter umgebracht oder Bestechungsgeld angenommen, irgendwas wird sich schon finden. Oder, wenn gar nichts zu machen ist, stellen Sie seine tägliche Arbeit so dar, dass sie irgendwie seltsam erscheint, also verdächtig." Drei Tage später kommt Palatino mit hervorragendem Material zurück. Erstens hat er den Richter rauchend auf einer Parkbank gefilmt. Und er rauchte viele Zigaretten. Für Simei ganz klar ein Fall von Müßiggang und ein Hinweis auf Neurosen - das Gegenteil also, was man von einem besonnenen und objektiven Staatsbeamten erwarten könne. Doch es wird noch besser: Er hat auch noch in einem China-Restaurant gegessen - mit Stäbchen. "Wunderbar", sagt Simei. "Unsere Leser gehen nicht oft in chinesische Restaurants [...] und sie würden sich niemals träumen lassen, mit Stäbchen zu essen wie die Wilden. Wieso isst er, wenn er ein seriöser Untersuchungsrichter ist, nicht Spaghetti oder Tagliatelle wie wir alle?" Ja, so funktioniert das - schnell kapieren alle, was verlangt wird und wie das geht, mit simplen Tricks, ganz legal, jemanden in ein schlechtes Licht zu rücken, Verdacht zu schüren und Stimmungen genau dahin zu lenken, wohin man sie haben möchte ... Mediensatire, Romanze und Suspense-Story Umberto Eco ist ein Insider der italienischen Gesellschaft und kennt die Medien sehr genau. Die Sache mit den Stäbchen, so erzählt er in einem Interview, ist ihm selbst so passiert ... Aber natürlich lässt er uns in "Nullnummer" auch noch eine Romanze erleben: Colonna und die zauberhafte Maia werden ein Paar. Maia gibt die Lichtgestalt in diesem Buch: Sie will endlich integer und seriös als Journalistin arbeiten - und landet in der mit Vorsatz intrigantesten Redaktion des Landes. Colonna versucht immer wieder, seine Liebste das Vergessen zu machen. Beide sagen sich: durchhalten, Geld verdienen und danach auf "eine Insel in den Meeren des Südens". Eine irre Verschwörungsfantasie, oder doch die Wahrheit? Dass Colonna bald um sein Leben fürchten muss - und mit ihm auch Maia -, das hat mit der Suspense-Story zu tun, die uns Umberto Eco auch noch mitserviert. "Domani"-Kollege Braggadocio muss dran glauben. Wem er mit der Wahnsinnsstory, die er aufgetan hat - unter anderem soll Mussolini noch leben, und natürlich spielen auch die "Objekte" mit, die immer mitspielen in Italien: die Camorra, die Kirche, die Politik und die Wirtschaftselite - zu nahe getreten ist, wird keiner je erfahren. Umso bitterer, dass eben jene ziemlich unglaubhaften und an Verschwörungsgefasel erinnernde Geschichten von Braggadocio viel wahrer sind als gedacht. Kurz nach seinem Tod flimmert dazu eine BBC-Doku über den Schirm - doch die unfassbaren Verstrickungen und Skandale interessieren eigentlich niemanden wirklich. Es geht kein Aufschrei durchs Land. Und Colonnas Kommentar dazu lautet: "Wir waren immer ein Volk von Messerstechern und Giftmischern. Wir sind geimpft, immunisiert, was immer man uns an neuen Geschichten erzählt, wir werden stets sagen, wir hätten schon Schlimmeres erlebt, und vielleicht seien diese oder jene gar nicht wahr. [...] Hast du nicht gesehen, wie alle Interviewten in dieser BBC-Sendung völlig entspannt erzählten, dass sie dieses oder das getan haben, und dafür quasi eine Medaille erwarteten? Kein barockes Helldunkel mehr, das gehört zur Gegenreformation, heute werden die Deals in hellem Tageslicht vollzogen, als würden sie von Impressionisten gemalt: Korruption ist autorisiert, die Mafia offiziell im Parlament, der Steuerhinterzieher an der Regierung, und im Gefängnis sitzen nur die albanischen Hühnerdiebe."

Anbieter: buecher
Stand: 29.05.2020
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Nullnummer
22,60 € *
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Korruption, Intrigen, Verschwörungstheorien: Umberto Eco porträtiert die "gute Gesellschaft" von heute in einem rasanten Kriminalroman - einfach brillant!Gefährliche Nullnummer Umberto Eco, Philosoph, Semiotikprofessor und renommierter Schriftsteller, legt mit 83 Jahren einen neuen Roman vor: "Nullnummer". Nach dem Welterfolg "Der Name der Rose", Romanen wie "Das Foucaultsche Pendel" oder "Der Friedhof von Prag" sowie zahlreichen Essays und philosophischen Exkursen katapultiert uns Eco mit "Nullnummer" ins Italien des Jahres 1992 zurück. Und hinein in eine ziemlich seltsame Zeitungsredaktion in Mailand. Chefredakteur Simei und die Hauptfigur des Buches, der nicht gerade erfolgsverwöhnte Übersetzer und "Schreiberling" Colonna, wissen als Einzige, dass die Zeitung immer nur Nullnummern produzieren und nie wirklich erscheinen soll. Eine Zeitung, die immer nur Nullnummern produziert. Warum? Warum? Nun, Geldgeber Commendatore Vimercate, ein Unternehmer, der diverse Hotels und Altersheime an der Adriaküste kontrolliert und über einige Promiblättchen und lokale TV-Sender verfügt, in denen entweder Verkaufsshows laufen oder "Nuditäten", verfolgt mit dieser Zeitung, "Domani" nennt sie sich, ganz schnöde Ziele, wie Simei unverblümt gegenüber Colonna erläutert: "Der Commendatore will in den feinen Salon der Finanzwelt, der Banken und vielleicht auch der großen Zeitungen. Die Eintrittskarte ist das Versprechen einer neuen Zeitung, die keine Scheu hat, die ganze Wahrheit zu sagen. Zwölf Nullnummern, jeden Monat eine [...] Wenn er einmal bewiesen hat, dass er den sogenannten feinen Salon in Schwierigkeiten zu bringen vermag, ist anzunehmen, dass dieser feine Salon ihn bittet, die Idee mit dieser Zeitung aufzugeben [...]" Süß verpackte Drohungen und Andeutungen über mögliche Enthüllungen sollen also diese sechs Redakteure produzieren. Manchmal auch weniger süß verpackt ... Mit im Team neben Colonna und Chefredakteur Simei sind Maia Fresia, Klatschreporterin mit ehrenwerten Zielen, Lucidi, von dem es heißt, er habe Kontakte zum Geheimdienst, Braggadocio, ein selbsternannter Enthüllungsjournalist, der sich am allerliebsten in Verschwörungstheorien stürzt, Cambria, der bisher seine Nächte als Polizeireporter in Notaufnahmen oder Kommissariaten verbracht hat, und Palatino, der bisher für Rätselmagazine gearbeitet hat. Fiktive Todesanzeigen, erfundene Horoskope und fingierte "Nachrichten" Einzig Simei und Colonna wissen, dass dies hier kein Training ist für ein irgendwann geplantes echtes Erscheinen von "Domani". Und Colonna hat auch noch eine andere Aufgabe: Er soll für Chefredakteur Simei ein Buch schreiben, ein Buch, welches das Gegenteil dessen besagt, was geschehen ist. In der Zeitung also die Erpressungen - Simei sagt dazu "Nachrichten" -, im Buch das Hohelied des unbestechlichen Chefredakteurs. Wie es dann weitergeht, liest sich streckenweise komisch und natürlich sehr unterhaltsam. Da werden Texte fiktiver Todesanzeigen hingebungsvoll in Szene gesetzt, Horoskope erfunden - die Leser sind ja schließlich dumm und suchen so etwas als Erstes - und Colonna unterrichtet die illustre Truppe im Einmaleins der Insinuation. "Eine Insinuation ist wirksam, wenn sie mit Fakten operiert, die an sich keinen Wert haben, aber unbestreitbar wahr sind." Die "Kunst" der Insinuation: Etwas verdächtig darstellen, das nicht verdächtig ist Konkret sieht das z. B. so aus: Simei will, dass aus einer alten Meldung vom Februar - mittlerweile ist Mai - ein dort erwähnter Untersuchungsrichter insinuiert wird. Der Richter ermittelt wegen der Führung einiger Altersheime. Da auch der "Domani"-Geldgeber Altersheime besitzt, kann es nicht schaden, Material über den Untersuchungsrichter zu sammeln. Palatino wird mit diesen Worten losgeschickt: "Verfolgen Sie diesen ach so integren Staatsdiener, niemand ist jemals hundertprozentig integer, womöglich ist er ein Päderast oder hat seine Großmutter umgebracht oder Bestechungsgeld angenommen, irgendwas wird sich schon finden. Oder, wenn gar nichts zu machen ist, stellen Sie seine tägliche Arbeit so dar, dass sie irgendwie seltsam erscheint, also verdächtig." Drei Tage später kommt Palatino mit hervorragendem Material zurück. Erstens hat er den Richter rauchend auf einer Parkbank gefilmt. Und er rauchte viele Zigaretten. Für Simei ganz klar ein Fall von Müßiggang und ein Hinweis auf Neurosen - das Gegenteil also, was man von einem besonnenen und objektiven Staatsbeamten erwarten könne. Doch es wird noch besser: Er hat auch noch in einem China-Restaurant gegessen - mit Stäbchen. "Wunderbar", sagt Simei. "Unsere Leser gehen nicht oft in chinesische Restaurants [...] und sie würden sich niemals träumen lassen, mit Stäbchen zu essen wie die Wilden. Wieso isst er, wenn er ein seriöser Untersuchungsrichter ist, nicht Spaghetti oder Tagliatelle wie wir alle?" Ja, so funktioniert das - schnell kapieren alle, was verlangt wird und wie das geht, mit simplen Tricks, ganz legal, jemanden in ein schlechtes Licht zu rücken, Verdacht zu schüren und Stimmungen genau dahin zu lenken, wohin man sie haben möchte ... Mediensatire, Romanze und Suspense-Story Umberto Eco ist ein Insider der italienischen Gesellschaft und kennt die Medien sehr genau. Die Sache mit den Stäbchen, so erzählt er in einem Interview, ist ihm selbst so passiert ... Aber natürlich lässt er uns in "Nullnummer" auch noch eine Romanze erleben: Colonna und die zauberhafte Maia werden ein Paar. Maia gibt die Lichtgestalt in diesem Buch: Sie will endlich integer und seriös als Journalistin arbeiten - und landet in der mit Vorsatz intrigantesten Redaktion des Landes. Colonna versucht immer wieder, seine Liebste das Vergessen zu machen. Beide sagen sich: durchhalten, Geld verdienen und danach auf "eine Insel in den Meeren des Südens". Eine irre Verschwörungsfantasie, oder doch die Wahrheit? Dass Colonna bald um sein Leben fürchten muss - und mit ihm auch Maia -, das hat mit der Suspense-Story zu tun, die uns Umberto Eco auch noch mitserviert. "Domani"-Kollege Braggadocio muss dran glauben. Wem er mit der Wahnsinnsstory, die er aufgetan hat - unter anderem soll Mussolini noch leben, und natürlich spielen auch die "Objekte" mit, die immer mitspielen in Italien: die Camorra, die Kirche, die Politik und die Wirtschaftselite - zu nahe getreten ist, wird keiner je erfahren. Umso bitterer, dass eben jene ziemlich unglaubhaften und an Verschwörungsgefasel erinnernde Geschichten von Braggadocio viel wahrer sind als gedacht. Kurz nach seinem Tod flimmert dazu eine BBC-Doku über den Schirm - doch die unfassbaren Verstrickungen und Skandale interessieren eigentlich niemanden wirklich. Es geht kein Aufschrei durchs Land. Und Colonnas Kommentar dazu lautet: "Wir waren immer ein Volk von Messerstechern und Giftmischern. Wir sind geimpft, immunisiert, was immer man uns an neuen Geschichten erzählt, wir werden stets sagen, wir hätten schon Schlimmeres erlebt, und vielleicht seien diese oder jene gar nicht wahr. [...] Hast du nicht gesehen, wie alle Interviewten in dieser BBC-Sendung völlig entspannt erzählten, dass sie dieses oder das getan haben, und dafür quasi eine Medaille erwarteten? Kein barockes Helldunkel mehr, das gehört zur Gegenreformation, heute werden die Deals in hellem Tageslicht vollzogen, als würden sie von Impressionisten gemalt: Korruption ist autorisiert, die Mafia offiziell im Parlament, der Steuerhinterzieher an der Regierung, und im Gefängnis sitzen nur die albanischen Hühnerdiebe."

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Bevor er zum Chronisten der Weimarer Republik wurde, schrieb Egon Erwin Kisch mehrere Jahre lang für die Zeitung Bohemia - und kaum jemand kannte die Prager Gassen und Nächte so gut wie er.Mit dem Blick des Eingeweihten, der dem Neuling etwas erzählt, beschreibt er Szenen aus Spelunken rund um den Hradschin, in denen sich häufige Gäste der Polizei tummeln und die k. u. k- Soldaten kurz vor dem Ersten Weltkrieg ein Spottlied auf die Disziplin des Kanoniers Jaburek anstimmen. Den Jahrhundertspion Oberst Redl beobachtet Kisch bei der angeblichen Zahnbehandlung, und er erklärt, unter welchem Namen sich Lenin in Prag versteckte. Doch zur Nachtseite der Stadt und seiner Bewohner gehören auch Reportagen über das Asyl für Obdachlose, historische und neue Kriminalfälle sowie die Razzien, denen selbst Kisch nicht entgeht - hier zeigt sich der politisch engagierte Journalist.Die traurig- schönsten Streifzüge aber widmet Kisch denjenigen, die an den Rändern seiner Heimatstadt allzu leicht aus dem Blick geraten und sich jeden Tag aufs Neue mit Chuzpe und guten Verbindungen über Wasser halten - und sei 's nur, indem sie sich mit kleinen Tricks den Brückenkreuzer sparen.

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